GEMA-Vermutung bald ein Relikte der Vergangenheit?

Der Lauf der Zeit schreibt Geschichte. Und das schon seit den Zeiten als es noch keine Menschen und ihre Geschichtsschreibung, sondern Dinosaurier gab.

Mit Gründung der C3S ist die GEMA-Vermutung bald nicht mehr haltbar. Wenn die neue collecting society ihren Geschäftsbetrieb aufnimmt, kann die GEMA nicht mehr davon ausgehen das der Urheber Mitglied bei der GEMA ist.
Die Gema-Vermutung sorgt immer wieder für Streit. Dadurch sammelt die Gema etwa Geld für Auftritte ein, die sie allerdings nie zurückzahlen wird, wenn der Künstler nicht Mitglied der Gema ist.
Für diese Vermutung hat sich der Verein, vor deutschen Gerichten, oft für unbekannte und anonyme Urheber Urheber eingesetzt, auch wenn es nicht sicher war, dass der Urheber Mitglied der GEMA, oder einer Verwertungsgesellschaft für die die GEMA inkassoberechtigt, ist.
Die Musikpiraten unterlagen zuletzt vor Gericht wegen der Gema-Vermutung
Sie wollten für einen anonymen Song keine Gema-Gebühren entrichten, mussten aber trotzdem zahlen, obwohl der Urheber nicht Gema-Mitglied ist. Eine Berufung beim Bundesgerichtshof wurde wegen des zu geringen Streitwerts von 68 Euro nicht zugelassen.
Sobald die neue Verwertungsgesellschaft an den Start geht ist damit Schluss. Es kann dann der Fall eintreten, das der Urheber Mitglied der C3S ist und der Titel sich im Katalog der neuen Gesellschaft befindet. Dann muss anhand der Playlisten nachgewiesen werden ob und welche Verwertungsgesellschaft zuständig ist.

Die C3S will vieles besser und anders machen.
Ein Interview mit dem Gründungsmitglied Kai Michalke ist unter http://www.golem.de/news/c3s-was-die-gema-konkurrenz-anders-machen-will-… nachzulesen.