Ist die GEMA „Jenseits wo auch immer sie sein mögen?“

Mittlerweile bekomme ich bei Meldungen der Verwertungsgesellschaften, wie sie Geld für ihre Mitglieder einsammeln wollen, einen 15/8-Hals. „(Vergleichsweise Kragen-weite 120)“
Da gibt es Vorstellengen die, „Jenseits von ich glaube ich falle tot um“ umgesetzt werden sollen.

Dabei ist die GEMA ein einfacher Verein wie auch der ADAC ein Verein ist.
Nein, ich schreibe jetzt nichts Vergleichendes!

Langsam frage ich mich, wie die GEMA auf so widersprüchliche Ideen kommen kann.
Sie möchte, wie seit einigen Tagen bekannt ist, Gebühren von Webseitenbetreibern einfordern, die Videocontent von YouTube, Vimeo und anderen Videostreamdiensten in ihre Webseiten einbetten.
Die GEMA folgt damit den Vorstellungen der österreichischen AKM und der niederländischen BUMA/STEMRA.

Dabei haben einige Dienste mit den Verwertungsgesellschaften Verträge für die Vergütung von Videostreams abgeschlossen. Bis auf GEMA und YouTube. Denn dort lässt die GEMA die Videostreams für die deutschen Besucher sperren.
Die betreffende Meldung tauchte ja oft genug auf, so das sie jeder kennen sollte.
Für gesperrte Videos kann sie ja kein Geld verlangen.
Für nicht gesperrte Videos, oder Videos anderer Portale wäre es eine Doppellizenzierung.

Für weitere Infos sind hier Links zum Nachlesen:
Spiegel
Golem
Telepolis

Und für Videos, bei denen die Onlinerechte von den Künstlern und Komponisten gehalten werden kann sie ebenfalls nicht so einfach das Geld eintreiben. Denn U2, Rammstein und viele Andere haben der GEMA keine Rechte für den Onlinevertrieb eingeräumt.
Das ist leider nicht jedem bekannt.

Wenn die Pläne der VG´s aber greifen sollten, werden einige findige Anwälte mit Sicherheit auf merkwürdige Ideen kommen.
Dabei geht es dann nicht mehr nur um Videoportale. Viele Musikportale wie Restorm, Soundcloud a.A bieten ebenfalls die Möglichkeit Sounds auf Webseiten einzubinden.
Ist der Anfang erst gemacht wird da eine Lawine losgetreten.
Da müssen wir als Musiker, Blogger, Komponisten und Fans an einem Strang ziehen und schon mal im Vorfeld dem Ganzen mal einen Riegel vor die Sache schieben.

Auch ich habe hier Videocontent von YouTube in meinem Blog eingebunden.
Aber die Videos sind von mir, oder von Künstlern, die keiner VG angehören. Ich bin ebenfalls kein Mitglied der GEMA.
Es kann aber der Fall eintreten das ein Webseitenbetreiber der eines meiner Videos in seine Webseite einbettet, dafür zur Kasse gebeten wird. Wenn er nicht weiß das ich kein GEMA-Mitglied bin hat er schlechte Karten und soll zahlen.
Es gibt Beispiele dafür, das die GEMA für Werke Geld kassieren darf, obwohl sie keine Rechte dafür hat:
Da ich aber weder Mitglied der GEMA, noch bei sonst einer VG gemeldet bin, muss er in dem Fall auch nicht zahlen. Da müsste der Betreiber der Webseite aber Kenntnis haben.
Es ist bei allen Videos nicht ersichtlich, ob die VG`s auch die entsprechenden Rechte haben.

Nun bin ich vor ca. einem Jahr dazu übergegangen bei meinen Videos einen entsprechenden Hinweis einzublenden der
einer evtl. Sperrung des Videos bei YouTube vorbeugt.

Und hier ein Beispielvideo:

Ich hatte damit zwar eine völlig andere Absicht, aber manche Geschichten haben überraschende Wendungen.
Habe ich in diesem Fall eine Vorhersehung gehabt? Einen Blick um die Ecke einer unklaren Zukunft?
Wer weiß. George Orwell und Philip K. Dick kannten die NSA auch nicht.

Rühren wir mal weiter fleissig im Kochtopf der Geschichte.
Die Zutaten haben wir in der Hand.

P.S. Eigentlich wollte ich den Beitrag auch der Satire zuordnen, aber Realsatire fällt auch in die Sparte Kurioses.

Update: Ich habe eine Facebookgruppe eingerichtet
Kuriose Pläne der Verwertungsgesellschaften? Nein Danke!

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